Und so ging es weiter mit dem Platt
Bericht vom März 2014

Das Hohensaatener Platt


Von Irene Heinrich


Noch vor gar nicht so langer Zeit war es im Dorf überall zu hören:Das Hohensaatner Platt. Heute hört man es nur noch hier und da, und damit geht auch ein Stück Identität verloren.

Zur Pflege, zum Bewahren und Weitergeben der Hohensaatener Mundart hat sich der Heimatverein in seiner Satzung verpflichtet. Schon vor einigen Jahren wurden ältere Einwohner Hohensaatens zu Gesprächsrunden mit unterschiedlichen Themen gebeten, daraus entstanden einige CDs, die die Sprache auf unterhaltsame Weise dokumentieren.

Nun haben wir nach etwa zweijähriger Pause vor kurzem, im September 2012, Hohensaatener, die noch Platt sprechen, und interessierte Einwohner in den Heimatverein eingeladen. Gemeinsam überlegten wir, was wir tun könnten.

Die etwas jüngeren haben oft die Sprache noch im Ohr, also fassten wir Mut und versuchten uns alle im Platt. Das klang dann sicher nicht so original, aber wenn man es nicht spricht, wird man auch nicht sicherer darin. Und fielen begriffe ein, die man schon lange nicht gehört hatte, überlieferte Anekdoten und Redewendungen, die dann auch aufgeschrieben wurden. Dabei haben wir viel gelacht und erzählt.

Wir wollen uns etwa alle 4 Wochen treffen. Wenn jemand Interesse daran hat, an diesen ZUsammenkünften teilzunehmen, oder auch sonst dazu beitragen möchte, das Hohensaatener Platt wiederzubeleben, kann sich gerne bei Irene Heinrich,Tel. 033368/70446 melden, wir freuen uns über jede Anregung.